Wer regelmäßig Partnerlinks einsetzt, kennt drei Ärgernisse. Die Adressen sind lang und hässlich. Wenn ein Anbieter sein Partnerprogramm umstellt, sind alle Links auf einen Schlag tot, und man weiß nicht, wo überall sie stehen. Und niemand kann sagen, welcher Beitrag eigentlich das Geld bringt.

Alle drei Probleme haben dieselbe Ursache: Der Link steht als vollständige fremde Adresse mitten im Text. Und sie haben dieselbe Lösung.

Wie die Umleitung funktioniert

Statt der fremden Adresse steht im Text eine eigene, etwa ihredomain.de/go/werkzeug. Diese Adresse liegt auf Ihrer Website und leitet auf die Partneradresse weiter.

Damit ändert sich dreierlei. Sie können das Ziel an einer Stelle ändern, und alle Vorkommen im ganzen Bestand zeigen sofort woandershin. Sie sehen, wie oft geklickt wurde, ohne Fremdsoftware. Und der Link im Text bleibt lesbar.

Der letzte Punkt klingt kosmetisch und ist es nicht. Eine sichtbare Adresse mit Partnerkennung, Kampagnennummer und dreißig Zeichen Anhang wirkt auf viele Leser abschreckend. Eine kurze Adresse auf Ihrer eigenen Domain wirkt wie ein normaler Verweis, und genau deshalb muss die Kennzeichnung umso deutlicher daneben stehen.

Die Kennzeichnung, kurz und ohne Panik

Vorab: Das Folgende ist eine Einordnung aus der Praxis, keine Rechtsberatung. Für den Einzelfall fragen Sie jemanden mit Zulassung.

Der Grundsatz ist einfach. Wer für einen Verweis eine Vergütung bekommt, verfolgt damit eine kommerzielle Absicht, und diese Absicht muss erkennbar sein. Der Bundesgerichtshof hat das in mehreren Entscheidungen aus dem Jahr 2021 für soziale Netzwerke klargestellt, und für Websites gilt nichts anderes. Bei Partnerlinks kommt hinzu, dass die Vergütung praktisch nie strittig ist, im Gegensatz zu Fällen, in denen jemand ein Produkt nur geschenkt bekommen hat.

Praktisch heißt das: ein Hinweis in deutscher Sprache, an der Stelle, an der der Link steht, nicht nur im Impressum und nicht nur am Seitenende. Die üblichen Formulierungen wie „Werbelink“ oder „Provisionslink“ sind gebräuchlich. Ein Sternchen mit Auflösung weiter unten wird kritisch gesehen, weil der Hinweis dann nicht dort steht, wo die Entscheidung fällt.

Ein zweiter Punkt betrifft die Suchmaschine. Google erwartet, dass bezahlte Verweise als solche ausgezeichnet werden, technisch über das Attribut rel="sponsored". Das ist keine rechtliche, sondern eine Regel des Anbieters, aber Verstöße dagegen können die Bewertung Ihrer Seite betreffen. Beides zusammen, sichtbarer Hinweis für Menschen und Auszeichnung für Maschinen, ist der Zustand, den Sie anstreben.

Der Fehler, der am meisten Geld kostet

Nicht die fehlende Kennzeichnung, sondern der tote Link.

Partnerprogramme werden eingestellt, Anbieter ändern ihre Adressstruktur, Produkte laufen aus. Ein Beitrag, der seit zwei Jahren zuverlässig Leser bringt, verweist dann ins Leere, und der Leser landet auf einer Fehlerseite des Anbieters. Er kauft nicht, und er kommt auch nicht zurück.

Das passiert leise. Niemand meldet es, weil niemand merkt, dass es etwas zu melden gäbe. Der Umsatz sinkt langsam, und man sucht die Ursache im Suchmaschinenranking.

Deshalb gehört zu jeder Sammlung von Partnerlinks eine regelmäßige Prüfung, ob die Ziele noch antworten. Monatlich reicht. Wenn die Links über eine zentrale Verwaltung laufen, ist das ein automatischer Vorgang. Wenn sie im Text stehen, ist es Handarbeit über den ganzen Bestand, und dann wird es nicht gemacht.

Was Sie tatsächlich messen sollten

Die Klickzahl je Link ist die naheliegende Größe und die am wenigsten aussagekräftige. Interessanter sind zwei andere.

Erstens die Klickrate je Beitrag, also Klicks im Verhältnis zu den Lesern. Ein Beitrag mit tausend Lesern und zwanzig Klicks ist schwächer als einer mit hundert Lesern und fünfzehn Klicks, obwohl die absolute Zahl anderes suggeriert. Die Klickrate sagt Ihnen, ob die Empfehlung an der richtigen Stelle steht.

Zweitens die Verteilung über die Position im Text. Wenn nahezu alle Klicks auf den Link im ersten Drittel entfallen, brauchen Sie die drei weiteren nicht, und der Text wird besser, wenn sie verschwinden.

Wir setzen für die Verwaltung Linkjet ein, das Umleitung, Klickmessung, Auszeichnung und Erreichbarkeitsprüfung in einem abbildet. Der Grund für die Wahl war die Prüfung der Ziele, denn das ist die Funktion, die im Alltag Geld rettet, während alle über die Kürzung sprechen.

Die zwei Dinge, die Sie heute tun können

Prüfen Sie, ob Ihre fünf meistgelesenen Beiträge mit Partnerlinks eine Kennzeichnung direkt am Link haben. Und klicken Sie in denselben fünf Beiträgen jeden Partnerlink einmal an.

Das dauert zwanzig Minuten. Nach unserer Erfahrung findet man dabei mindestens einen toten Link, und das war dann der lohnendste Teil des Tages.

In eigener Sache

Hinter Charming Media und hafenstudios steht derselbe Betreiber, Linkjet ist ein eigenes Produkt. Die Ausführungen zur Kennzeichnung sind eine Einordnung aus der Praxis und ersetzen keine anwaltliche Prüfung Ihres Einzelfalls.