Wer im deutschsprachigen Raum Linkplätze anfragt, bekommt Angebote zwischen etwa achtzig und über zweitausend Euro. Für den Einkäufer sieht das aus wie ein Markt ohne Logik. Er hat eine, sie wird nur selten erklärt.
Wir betreiben selbst mehrere Fachseiten und verkaufen dort Plätze, wir kaufen auch welche ein. Was folgt, ist die Sicht von beiden Seiten des Tisches.
Was den Preis bestimmt
Vier Größen erklären fast die gesamte Spanne.
Themennähe. Der mit Abstand wichtigste Faktor und der, den Einkäufer am häufigsten unterschätzen. Ein Verweis von einer Seite, die dasselbe Themenfeld behandelt, wirkt um ein Vielfaches stärker als einer von einem allgemeinen Nachrichtenportal mit höherer Bekanntheit. Wer nach Reichweite einkauft statt nach Themennähe, zahlt für die falsche Größe.
Tatsächlicher Suchverkehr. Nicht die Besucherzahl, die im Angebot steht, sondern der Anteil davon, der über Suchmaschinen kommt. Eine Seite mit hoher Gesamtreichweite aus sozialen Netzwerken und wenig Suchverkehr ist für dieses Ziel wenig wert. Fragen Sie deshalb nicht nach Besuchern, sondern nach organischem Suchverkehr, und lassen Sie sich einen Bildschirmauszug aus der Suchmaschinen-Konsole zeigen.
Dauer. Steht der Beitrag dauerhaft oder für zwölf Monate? Der Unterschied im Preis ist oft klein, der Unterschied im Wert ist groß. Ein Verweis, der nach einem Jahr verschwindet, hat den Aufbau nicht bezahlt.
Sichtbarkeit auf der Zielseite. Ein Beitrag, der auf der Startseite erscheint, in einer Kategorie steht und in der Sitemap auftaucht, ist etwas anderes als einer, der nur über die direkte Adresse erreichbar ist. Fragen Sie ausdrücklich, ob der Beitrag intern verlinkt wird. Ein Beitrag ohne interne Verweise wird von Suchmaschinen kaum beachtet, und dann trägt er auch nichts weiter.
Woran Sie ein schlechtes Angebot erkennen
Es gibt drei Merkmale, die zuverlässig auf ein Angebot hinweisen, das sein Geld nicht wert ist.
Das erste ist eine Liste ohne Namen. Wer Ihnen Plätze auf „einer Seite mit Domain Rating 45 aus dem Bereich Finanzen“ verkauft, ohne die Domain zu nennen, verkauft Ihnen etwas, das Sie nicht prüfen können. Seriöse Anbieter nennen die Seite.
Das zweite ist eine sehr große Zahl an verfügbaren Plätzen. Eine Fachseite, die redaktionell arbeitet, kann im Monat einige Gastbeiträge aufnehmen, nicht fünfzig. Wer fünfzig anbietet, betreibt eine Seite, die nur zu diesem Zweck existiert, und das erkennen Suchmaschinen inzwischen zuverlässig.
Das dritte ist ein Preis, der nur von einer Kennzahl abhängt. Kennzahlen wie Domain Rating stammen von Drittanbietern, sie sind schätzbar und werden gezielt manipuliert. Ein Anbieter, der seinen Preis ausschließlich daran festmacht, verkauft die Kennzahl, nicht die Wirkung.
Das Risiko, über das ehrlich gesprochen werden muss
Bezahlte Verweise, die nicht als solche gekennzeichnet sind, verstoßen gegen die Richtlinien von Google. Das ist keine Grauzone und keine Auslegungsfrage, es steht offen in der Dokumentation. Google erwartet, dass bezahlte Verweise technisch als bezahlt ausgezeichnet werden, und eine so ausgezeichnete Verbindung gibt keine Bewertung weiter.
Damit ist der Widerspruch offengelegt, um den die halbe Branche herumredet: Ein korrekt gekennzeichneter bezahlter Verweis wirkt nicht auf die Bewertung. Ein nicht gekennzeichneter wirkt, verstößt aber gegen die Regeln, und wenn er auffällt, kann die Bewertung der einkaufenden Seite darunter leiden.
Wer Ihnen erzählt, das sei ungefährlich, kennt entweder die Regeln nicht oder verschweigt sie. Wir sagen es lieber deutlich, auch wenn wir selbst Plätze verkaufen.
Was daraus folgt, ist keine Empfehlung gegen bezahlte Beiträge, sondern eine dafür, sie richtig einzuordnen. Ein Fachbeitrag auf einer thematisch passenden Seite bringt Ihnen Leser, Bekanntheit bei einer bestimmten Zielgruppe und einen Verweis, den Menschen anklicken. Das ist ein realer Gegenwert, und er tritt auch dann ein, wenn der Verweis gekennzeichnet ist. Was er nicht ist: eine Abkürzung in der Suchmaschine.
Was wir Kunden stattdessen raten
Rechnen Sie einen Platz wie eine Anzeige, nicht wie eine Investition in die Suchmaschine. Fragen Sie: Wie viele Menschen aus meiner Zielgruppe lesen das, und was ist mir das wert? Diese Rechnung geht bei guten Fachseiten häufig auf, und sie geht auf, ohne dass Sie sich auf ein Regelrisiko einlassen.
Und geben Sie mehr Geld für weniger Plätze aus. Fünf Beiträge auf wirklich passenden Seiten sind besser als dreißig auf mittelmäßigen, in jeder Hinsicht, einschließlich des Aufwands für die Pflege.
Unsere eigenen Zahlen
Wir betreiben ein Netz von Fachseiten im Bereich Partnerschaft, Kommunikation und Beziehung, mit dem entsprechenden Fachpublikum. Die Konditionen dafür veröffentlichen wir offen, einschließlich der Reichweitendaten je Seite, statt sie auf Anfrage zu nennen. Sie finden sie unter Linkbuilding.
Der Grund für die Offenlegung ist derselbe wie der für diesen Beitrag: In einem Markt, in dem viel mit Andeutungen gearbeitet wird, ist Nachprüfbarkeit das einzige brauchbare Unterscheidungsmerkmal.
In eigener Sache
Charming Media verkauft selbst Plätze für Fachbeiträge. Dieser Beitrag ist damit nicht neutral. Wir haben ihn trotzdem so geschrieben, wie wir die Lage einschätzen, einschließlich des Abschnitts über das Regelrisiko, der gegen unser eigenes Interesse steht.
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